Finanztransaktionssteuer ohne die Engländer

Brüssel. In diesen Tagen preschen Angela Merkel und Nicolas Sarkozy vor: Sie möchten ohne den Hauptfinanzstandort London und andere Länder eine Finanztransaktionssteuer einführen. Diese Steuer soll gelten für alle Transaktionen von Aktien und Anleihen, die zwischen Finanzinstituten abgewickelt werden.
Grundsätzlich ist Burkhard Balz Befürworter der Transaktionssteuer. Gleichzeitig warnt Balz aber vor einer einseitigen Besteuerung in der Eurozone und fordert einheitliche Regulierung für die 27 EU-Staaten: "Wenn London oder andere bei der Einführung der Steuer nicht mitmachen, dann geht das aus wie das Hornberger Schiessen. Die grossen Investoren ziehen in diese Finanzzentren weiter, und am Ende müssen die Kleinanleger die neue Steuer zahlen."
Es bleibt zunächst offen, ob die Einführung der Finanztransaktionssteuer tatsächlich die wild gewordenen Finanzmärkte etwas entschleunigt und ob es zu ihrer Umsetzung kommen wird.    
 

 

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Am 03.03.2012 17:00 - Hannover, Niederlassung der Deutschen Bundesbank

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